Besprechung für Die Geschichte des Klangs
Ein wunderschönes Buch – es irritiert auch, aber das im besten Sinne. Einerseits schaut man den Protagonisten von aussen zu, andererseits ist man auch ganz bei ihnen. Ein «intimes Glanzstück an Einfallsreichtum», wie The Boston Globe es beschreibt.
Kurz zum Inhalt – der Klappentext beschreibt es so:
Die Geschichte einer geheimen Liebe, die einen Sommer lang währt – und die ein Leben lang als die »eigentliche Liebe« nachklingt: Im Schatten des Ersten Weltkriegs lernen sich Lionel und David, zwei Musikstudenten, in einer verrauchten Bar im ländlichen Maine kennen und werden Freunde. Nach dem Krieg wandern sie im Sommer durch die Wälder New Englands, um Volkslieder zu sammeln, die sie auf Wachszylinder aufnehmen. Aus unerklärlichen Gründen bricht der Kontakt ab.
Als Jahrzehnte später eine Frau beim Aufräumen eines Dachbodens die Wachszylinder findet, erklingt ihre Liebe noch einmal aufs Neue.
Ben Shattuck ist eine literarische Entdeckung – ein Wortmagier, der in der Tradition von Joy Williams und John Cheever die Rätsel der menschlichen Seele erkundet.