«sie zieht das Kind aus dem Wasser, aber seine Augen sind geschlossen, es hat aufgehört zu atmen.»
Detaillierte Schilderung des Unglücks, gleichsam, als würde die Kamera heranzoomen: Ottilie, nach Eduards unerwartetem Erscheinen noch benommen, geht unüberlegt vor, sie hält Kind, Buch und Ruder und versucht so zu manövrieren. – Vielleicht ist das Mikro-Timing der Szene des Ertrinkens nicht ganz stimmig? Das Kind scheint nur einen Moment im Wasser zu sein. Aber Ottiliens Verspätung bei Sonnenuntergang, ihre Verwirrung, ihr Ungeschick: Souveräne Darstellung eines entscheidenden Moments der Erzählung, mit dem ergreifenden Satz am Ausgang: «Von allem abgesondert schwebt sie auf dem treulosen unzugänglichen Elemente.» Ottilie allein mit dem toten Kind auf dem See. Welch ein Bild der Einsamkeit, der Verlorenheit.