Also eigentlich sind wir eine überwiegend intakte Familie. Zu 66.67 Prozent. Wir sind intakte Schwestern. Zu 100 Prozent.
Ida: Denkst du, dass sie irgendwann gesund wird?
Ich entscheide mich gegen eine Lüge und sage: «Nein.»
Sie nickt.
Ida: Ich auch nicht.
Ich: Und ich denke, dass wir akzeptieren müssen, dass wir ihr nicht helfen können.
Ida nickt.
Ich lege mir noch mal die Worte zurecht, die ich seit Tagen im Kopfe habe und beginne.
Und damit beginnen gleich mehrere Schlüsselstellen. Einerseits predigt Tilda Ida, dass sie keine Angst mehr haben darf. Dass sie für sich selbst einstehen muss. Dass sie sagen darf, was sie denkt. Und andererseits erzählt sie ihr endlich von der Möglichkeit, nach Berlin promovieren zu gehen. Und der Dialoge zu diesem Thema ist toll – siehe nächste Stelle: