Gedanken zu Identität und Erinnerung
Zweifellos ist Erinnerung sehr wichtig für unsere Identität, konstitutiv, könnte man sagen. Was passiert in der Demenz, wenn die Erinnerung schwindet? Aber Barnes kommt hier zunächst zum Schluss, dass auch ohne Erinnerung «wohl irgendeine Identität fortbesteht, und sei sie noch so schwankend und haltlos».
Dann aber räumt er mit einem «Anderseits» doch ein, dass «eine totale Abwesenheit vor der endgültigen Abwesenheit» möglich ist. Wie will man aber diese totale Abwesenheit definieren? Ein identitätsloses Wesen?
Schwierige Themen. Im Kontext interessant der Ansatz von Paul Valéry, der zwischen «Ich» und «Person» unterscheidet. Letzteres kann man bis zum Tod nicht verlieren. Siehe Zitat & Kommentar #29 hier: Cahiers/Hefte 4_p. 490 : Lesart blog