So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche
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Besprechung
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«(…) Munchs Der Schrei vielleicht das ikonischste Bild unserer Zeit. Dies bedeutet, dass sein Bild immer schon gesehen worden ist und es somit unmöglich erscheint, es so zu sehen, als geschähe es zum ersten Mal. (…) steht fest, dass Der Schrei für uns als Kunstwerk in gewisser Weise zerstört ist.»
Interessanter Gedanke. Führt dann zum Plädoyer, Munch über seine weniger bekannten Werke neu zu entdecken.
Beschreibung des Gemäldes «Die Stimme» (alternativer Titel: Sommernachtstraum)
Knausgard beschreibt detailliert diese Gemälde, mit einer weissgekleideten Frau als zentrale Figur, die den Betrachter «ängstigt». In gewisser Weise sei in diesem Gemälde der männliche, die erotischen Untertöne wahrnehmende Betrachter mitgemalt.
Dann nimmt Knausgard die These wieder auf, dass der Maler vieles weglassen musste, um genau zu diesem Motiv zu kommen (und nicht etwas vor einer leeren Leinwand steht, die es erst zu füllen gilt), p. 38. Er musste ignorieren, was er in technischer Hinsicht über das Malen gelernt hatte, wie man einen Baum malt, wie man einem Bild Tiefe gibt, ect, um an ein inneres Bild zu gelangen, vielleicht eine Erinnerung an erotische Verführung, an Sehnsucht und Angst.
Interessante Analyse. Es bewährt sich in diesem Fall, dass Knausgard sich Zeit lässt, das Bild zu betrachten.
Es gibt zwei Fassungen des Motivs, s. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Stimme_(Munch)