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Besprechung für Kerstin

Moritz Th. Keine Kommentare Kommentar hinzufügen
Besprechung:

Majestix, der Dorf-Häuptling in den «Asterix»-Comicbänden, fürchtet, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. An einem umgekehrten Syndrom leidet der Protagonist dieser Geschichte, der blaue Himmel wirkt auf ihn wie ein Sog, der ihn ins Nichts zu ziehen droht; nur wenn Wolken da sind, fühlt er sich sicher. Das Hoch «Kerstin» ist aber hartnäckig, der Held muss sich in der Wohnung verstecken, am besten unter den Tisch, bis es sich verzieht. Der Protagonist kennt sich naturgemäss aus in Meteorologie, wir erfahren viel von Wetterphänomenen und der merkwürdigen Namensgebung für die Druckgebiete. Diese Namen sind für den Protagonisten wichtig,  «die Gefahr hat einen Namen» und kann so gebannt werden. – Einleuchtende Erläuterung der Autorin nach der Lesung, wie diese selbst einen Sog erzeugende Geschichte ins Allgemeine zu übersetzen ist: Der Protagonist steht für Menschen, die  Mühe haben sich abzugrenzen, sie sind zu offen für externe Einflüsse; er findet Strategien für den Umgang mit dieser Hypersensibilität.

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